Aufgrund des gestern erst spät einkehrenden Schlafes besonderer Vorkommnisse habe ich noch einmal mit etwas besserem Rythmus nachgelegt:
O Du mächt’ges Gerät,
dass mir alles verrät.
Du bist mein Wissensquell,
weißt Rat, sekundenschnell.
Stehst mir bei zu aller Zeit,
gibst selbst nächtens das Geleit.
Klagst nie, verrichtest den Dienst,
obwohl Du gelangweilt schienst.
Ohne Dich bin ich hilflos,
stelle mich gnadenlos bloß,
kann weder recherchieren
noch kurz telefonieren.
Starrst mich an mit Deiner Fratze,
schnurrst dabei wie eine Katze.
Ich liebe und ich hasse Dich,
so ‘was endet selten glimpflich.
Gehorchst Du mir manchmal nicht,
brülle ich Dir ins Gesicht:
“Verdammt, wo ist Dein Problem,
wirst Du langsam zu bequem?”.
Ich rate Dir zur Vorsicht,
denn mit mir spaßt man nicht.
Wirst Du jemals noch kecker,
ziehe ich Deinen Stecker.
Kompliment für die Mainstream-Fortsetzung der “Ode an die IT”.
Sprach mir der erste Teil schon aus der Seele, so können
die Verse nun auch vom lyrisch unbeleckten Leser mit
dem nötigen Schwung zitiert werden!
Da ich das Werk des Jungpoeten weiterverfolgen möchte, wird die
Stecker-Raus-Methode nicht funktionieren. Das Leben ist voller
Widersprüche….
Gerne, es müssen ja alle am Horizont heraufziehenden Lesergruppen bedient werden. Das von Dir erwähnte Paradoxon ist beinahe einen dritten Teil wert. ;)
Lieber Jungpoet,
als Teilnehmer des “Laborexperiments” teile ich Deine Freude an den entstandenen (Mach)werken. Großes Lob und Anerkennung für diesen frivolen Abend!
Viele Grüße,
S.
P.S.: Irgendein Schluck der gereichten Getränke schien wirklich abgelaufen o.ä. zu sein, so fühlte mein Kopf zumindest am nächsten Nachmittag :-)
@ S
Wirkt der Alkohol immer noch nach oder wie kam es zu diesem Doppelkommentar? :)