Vor einem Jahr offiziell mein Leben geändert. Aus dem Alltag verabschiedet. Hunderte Kollegen verloren. Eine neue gewonnen. Nicht umgezogen. Keine Freunde in die Wüste geschickt. Alle Hobbys beibehalten. Versucht zu kochen. Mir eine Kantine gesucht. Unverändert lange vor’m Rechner gehockt. So viel Sport getrieben bis ich zum Arzt musste. Zehn Dates gehabt. Mit der Dichtermasche nicht wie erhofft gepunktet. Einen waschechten Dichter getroffen. Andere Schreiberlinge vergrauelt. Geld im Wert eines Kleinwagens verbrannt. Keinen Cent verdient. Höchstens einmal die Woche Anzug getragen. Keinen neuen gekauft. Am konzernfreien Glück geschnuppert. Die Uni hassen gelernt. Rund Hundert Bücher gelesen. Einen schlechten Roman verfasst und weggeschmissen. Mit dem guten noch nicht angefangen. Beim einzigen Auftritt untergegangen. Weder reicher noch berühmter geworden. Überlegt, diese Seite nach einem Jahr zu schließen. Dagegen entschieden. Dem alten Leben nie hinterher getrauert. Zufriedener geworden. Mich zwölf Monate später das erste Mal als richtiger Poet gefühlt.
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Ein Roman in dem Stil? Oder zumindest jedes zweite Kapitel? Oder zumindest die Gedankenwelt eines Charakters?
Alles Gute zum Einjährigen. Laß Dich nicht unterkriegen.
Vor allem freut mich, dass Du zufriedener geworden bist! :-)
@ Blue
Ist das als Bitte um Vollstreckung oder Unterlassung zu verstehen? ;)
@ Clem
Danke!
@l Inga
Und mich erst. ;)
@ J d’o
Thanks, so do I!