Alltagsfantasien.de

Alltagsfantasien.de ist das offizielle Blog des Schriftstellers Sonning Strauß aus Hamburg.

26. August 2010 Kommentare: 2

Auf zu neuen Heldentaten: Meine nächsten Auftritte

Nach einem heißen August, der mit einem Wutzrock-Doppelauftritt enden dürfte, werde ich es die nächsten Monate etwas ruhiger angehen lassen.

Beim Wutzrock-Festival handelt es sich um einen dreitägigen Reigen der Menschen, Musik und Worte. Am Samstag, den 28. August, lese ich mit einigen (Laien-)Schauspielern ausnahmsweise ein nicht von mir verfasstes Theaterstück um 16 Uhr. Am Sonntag, den 29. August, trete ich beim Poetry Slam um 14.30 Uhr an. Jeweils auf der kleinen Bühne, was auch immer das bedeutet… (Der Slam muss leider aus Termingründen entfallen, Anm. der Red.)

Details zum Wutzrock-Festival

Im September trete ich wohl nur einmal auf, nämlich beim Klassiker in Eimsbüttel, d.h. am Freitag, den 24. September, in der Bar Auster ab 20 Uhr. Hohes Niveau und ein kritisches Publikum sind dort eigentlich immer garantiert:

Details zu acht Minuten in Eimsbüttel

Am Freitag, den 15. Oktober, dränge ich mich wieder ab 20 Uhr auf die Bühne des Stage Clubs. Dort findet alle zwei Monate der so genannte Slam Deluxe statt.

Details zum Poetry Slam Deluxe

Als Ausblick in die mittelferne Zukunft: Am Donnerstag, den 16. Dezember, nehme ich bei “Kunst gegen Bares” teil, “Themenabend Arbeit” wird angesagt sein.

Details folgen hier

Ich freute mich über die Anwesenheit bekannter Gesichter!

Die meisten Termine auf einen Blick gibt’s hier:

Dein Jungpoet bei myslam.net

29. Juli 2010 Kommentare: 8

Stress

Mir zu viele Dinge aufgehalst. Weder ein noch aus gewusst. Gekrümelt statt gesaugt. Stundenlang Musik gehört. Einen Songtext geschrieben. Drei Magazine (PC Games, Playboy, Tuning), eine Zeitung und ein halbes Buch gelesen. Den Anfang einer Kurzgeschichte verfasst. Burger, Chinesisch, Döner und Pizza “gekocht”. Täglich einen Apfel verspeist. Ein Mini-Drehbuch modelliert. Zehn Folgen Frasier geglotzt. Über Geschäftsideen gebrütet. Das Wochenbudget gesprengt. Zwölf-Stunden-Schichten am Rechner eingelegt. Mehr Zeit im Mittelalter als in der Gegenwart verbracht. Vorsätze hinweg gefegt. Mich am Telefon erregt. In Summe nichts bewegt. Von Übersprungshandlungen geschüttelt worden. Verdrängt, was in der Woche geschah. So musste sich wohl hausgemachter Stress anfühlen.

16. Juli 2010 Kommentare: 2

Hitze.

34°C in der Dichterstube gemessen. Für zwei geschwitzt. Um klare Gedanken gerungen. Hängebauchschweine und Waschbären durchs Zimmer wuseln gesehen. Die Wasserflasche über meinem Kopf geleert. Dank Ventilator einen Schnupfen geholt. Den Keller gesucht. Mich erinnert, dass es keinen gab. Überlegt, in Unterhose weiter zu schreiben. Das falsche Modell angehabt. Gemerkt, dass ich nur eine kurze Hose besaß. Eine Boss-Jeans abgeschnitten. Mich über den Ausblick (Himmel, Frauen) gefreut. Mehr hinaus als auf den Schreibtisch geschaut. Mich in den Stadtpark gesehnt. Das Fenster aufgerissen. Den Klimawandel verflucht. Schuldige (Verwandte, Freunde, Fremde) angeblafft. Die Klimaanlage im alten Büro vermisst. Den Kühlschrank zweckentfremdet. An die Ostsee nach Kiel gefahren. Die Badehose vergessen. Morgens das Deo weggelassen. Die Düfte des Sommers genossen. Von Minusgraden geträumt. Eine Woche Skiurlaub gebucht. Bei der Wettervorhersage geweint. “Zu viel Hitze, zu viel Sonne” gestöhnt. Mir eingestanden, dass ich im Hochsommer eher der Frühlings-/Herbsttyp war…

2. Juli 2010 Kommentare: 6

In eigener Sache: An alle Singer-Songwriter oder kleinen Bands

Ich suche eine(n) Singer-Songwriter(in) oder kleine Band idealerweise aus Hamburg(-Eimsbüttel) mit selbst geschriebenen deutschen Texten. Mein Ziel ist es, testweise Themenabende (z.B. Liebe/Gefühl oder Stress/Zeit) mit verschiedenen Textformen (Gedichte/Slamgeschichten/Kurzgeschichten/Songs) zu gestalten. Mir geht (und Dir/Euch sollte) es darum gehen, Bühnenerfahrung zu sammeln. Geld spränge am Anfang wohl für keinen von uns ‘raus. Die erste Lokation im Herzen Eimsbüttels hat nur Platz für 20 - 30 Zuschauer, wäre also sehr gut zum Üben geeignet. ;) Ich freute mich über Mails/Kommentare von Interessierten (gerne auch potenzieller Zuschauer bzw. von Leuten, die da jemanden kennen)!

P.S. Mittlerweile haben sich so viele Musiker gemeldet, dass ich weitere Interessenten vertrösten muss. Schreibt mir gerne, aber rechnet bitte nicht damit, schnell bei einem Abend dabei zu sein. Auf jeden Fall bin ich begeistert, wie viele Vollblut-Musiker sich gemeldet haben! ;)

1. Juli 2010 Kommentare: 6

Zwölf Monate später

Vor einem Jahr offiziell mein Leben geändert. Aus dem Alltag verabschiedet. Hunderte Kollegen verloren. Eine neue gewonnen. Nicht umgezogen. Keine Freunde in die Wüste geschickt. Alle Hobbys beibehalten. Versucht zu kochen. Mir eine Kantine gesucht. Unverändert lange vor’m Rechner gehockt. So viel Sport getrieben bis ich zum Arzt musste. Zehn Dates gehabt. Mit der Dichtermasche nicht wie erhofft gepunktet. Einen waschechten Dichter getroffen. Andere Schreiberlinge vergrauelt. Geld im Wert eines Kleinwagens verbrannt. Keinen Cent verdient. Höchstens einmal die Woche Anzug getragen. Keinen neuen gekauft. Am konzernfreien Glück geschnuppert. Die Uni hassen gelernt. Rund Hundert Bücher gelesen. Einen schlechten Roman verfasst und weggeschmissen. Mit dem guten noch nicht angefangen. Beim einzigen Auftritt untergegangen. Weder reicher noch berühmter geworden. Überlegt, diese Seite nach einem Jahr zu schließen. Dagegen entschieden. Dem alten Leben nie hinterher getrauert. Zufriedener geworden. Mich zwölf Monate später das erste Mal als richtiger Poet gefühlt.

23. Juni 2010 Kommentare: 6

Nach dem Slam ist vor dem Slam: Meine nächsten Auftritte

Ich werde mich in Zukunft häufiger dem kritischen Urteil des Publikums unterschiedlicher Veranstaltungen stellen:

Im Café Mathilde findet ein Themenslam zum, wie sollte es anders sein, Fußball statt, am Dienstag, den 06. Juli, ab 20.15 Uhr in der Bogenstraße 5. Es gibt allerdings nur eine offene Dichterliste - ich hoffe, mir durch rechtzeitiges Erscheinen einen Startplatz zu sichern:

Details zum Fußball-Themenslam

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werde ich am nächsten acht Minuten - Slam der Bar Auster, d.h. am Freitag, den 30. Juli, ab 20 Uhr im Henriettenweg 1 teilnehmen.

Details zum acht Minuten - Slam

Auf jeden Fall trete ich einen Tag später beim Slam “Heimfeld ist Reimfeld” an, also am Samstag, den 31. Juli, ab 15 Uhr unter freiem Himmel im Harburger Stadtpark.

Details zu Reimfeld openair

Am 20. August werde ich mich dann höchstwahrscheinlich ab 20 Uhr wieder auf die Bühne des Stage Clubs drängen. Achtung, dieses Mal soll es ein erotischer Slam werden. Zeit, sich die schlüpfrigsten und perversesten Zeilen abzuringen, zu denen ich fähig bin…

Details zum erotischen Slam Deluxe

Ich freute mich über die Anwesenheit bekannter Gesichter!

Alle Termine auf einen Blick gibt’s hier:

Dein Jungpoet bei myslam.net

9. Juni 2010 Kommentare: 2

Jugend adé.

Mit schmerzenden Gliedern eingeschlafen. Genauso aufgewacht. Aufgehört, mir Gel in die Haare zu schmieren. Es war eh egal geworden. Auf die Waage gestellt. Gegen die in den Zwanzigern hinzugekommenen Kilos gewettert. Nur ein Stück des Jubilarkuchens gegessen. Den Rest weggeschmissen. Anrufer beruhigt. Mails liegen gelassen. Türklingeln ignoriert. Falten entdeckt. Mich bemitleidet. Die Barschaft geprüft. Statt ins Bordell zu Gino für drei Kugeln Eis mit Sahne gegangen. Grundlos herum gejammert. Gefragt, wie andere es aushalten. Die Antworten nicht verstanden. ‘Rausgeblickt. Den grauen Himmel verwunschen. Aus Trotz Shorts getragen. Ein Cabrio gemietet. Mich jung und potent gewähnt. Von ü30-Müttern bewundert worden. Arztbesuche aufgeschoben. Stumm gelitten. Mit schmerzenden Gliedern eingeschlafen. Genauso aufgewacht. Meiner Jugend adé gesagt. Werde ich die Vierzig erleben?

25. Mai 2010 Kommentare: 8

In eigener Sache: Es wird ernst äh geslammt…

Ein Jungpoet wagt sich aus der Deckung. Falls mich keine schwere Krankheit, entbrannte Leidenschaft oder unerwarteter Reichtum davon abhalten, werde ich mich Mitte Juni das erste Mal dem kritischen Publikum eines Poetry-Slams stellen. Vielleicht verirrt sich ja das eine oder andere bekannte Gesicht dorthin. Bei der Gelegenheit könnte auch vergammeltes Obst oder sonstiger Abfall an den dichtenden Mann gebracht werden…

Hier die Schlagzeile: Der Jungpoet im Stage Club am Freitag, 18. Juni 2010, ab 19.30 Uhr.

Details zum Slam Deluxe

22. Mai 2010 Kommentare: 2

Immer.

Den Schlaf will ich Dir nicht rauben,
doch Worte musst Du erlauben.
Ich will Dich an allen Tagen
nach Deinem Wohlbefinden fragen.
Geht es Dir gut, na wunderbar,
geht es Dir schlecht, so bin ich da.
Und bin ich selbst das Problem,
hilf Du mir, es zu versteh’n.

15. Februar 2010 Kommentare: 10

Einsam.

Mich nachts nach der Wärme eines anderen Körpers gesehnt. Alleine aufgewacht. In aller Stille fertiggemacht und angezogen. Mich im Spiegel betrachtet und gedacht, an mir liegt’s nicht. Am Frühstückstisch gesessen und die Wand angeguckt. Das Lachen des Paares über mir gehört. Geschwiegen. Im Auto zur Arbeit gefahren und Trost durch’s eingeschaltete Radio gesucht. Unterwegs Händchen haltende Paare beäugt. Maske aufgesetzt und fröhlich die Kollegen im Büro begrüßt. In der Kantine verschämt nach der Hübschen aus der Buchhaltung umgesehen. Der Mittagsrunde und ihren Urlaubsplänen mit Partner gelauscht und nach zwanzig Minuten “haltet Eure Klappe, ich hasse Paargeschichten” geschrien. Nachmittags eine Einladung zu einem doppelten Geburtstag erhalten, sie wird 28, er 33. Auf dem Weg nach Hause an jeder Ampel halten müssen und Pärchen beim Knutschen zugeschaut. Im Treppenhaus die nette Nachbarin getroffen, deren Freund unter der Woche in einer anderen Stadt arbeitet. Der Witwe von gegenüber einen guten Tag gewünscht als sie aus dem Fenster schaute. Zu Hause geprüft, ob es neue Antworten der Frauen auf der Datingseite gab: Fehlanzeige. Mit der Bahn zum Sport gefahren, einen Viererplatz mit zwei Verliebten geteilt und in Kontaktanzeigen der Zeit geblättert (nur “junge” Frauen ab 40 oder zu dick). Beim Training die einzig gut aussehende Frau auf dem Stepper angestarrt und jedes Mal weggesehen, wenn sie in meine Richtung schaute. Auf der Rückfahrt die SMS einer Bekannten gelesen: Mich treffen und von ihren Männern voll jammern will sie, mit mir etwas anfangen nicht. Vor dem Schlafengehen erneut die Nachrichten der Datingseite geprüft: Eine unpersönliche Absage erhalten. Im Fernsehen eine schlechte Sexszene verfolgt. Im Bett mit mir selbst vergnügt und irgendwann eingeschlafen. Wenigstens redete mir keine(r) ein, dass Singleleben sei schön.