Manch aufmerksamer Leser mag sich fragen, ob wirklich alle Schriftsteller so unproduktiv sind wie ich und nur einen launigen Wochenbericht in sieben Tagen zu Stande bringen. Bei dieser Geschwindigkeit dauerte es geschätzte 17 Jahre eine Weile, um einen Roman zu verfassen und tatsächlich, mich beschäftigen auch andere Dinge. Bei meinen drei Nebenjobs als Hausmeister in einem Altenheim, Aushilfskraft in einem Hähnchen-Grillwagen vor meinem Discounter um die Ecke und gelegentlichem Nacktputzen bei gelangweilten Hausfrauen oder allein stehenden Männern bleibt nicht immer die Zeit, sich tagelang mit einem Thema zu beschäftigen und geeignetes literarisches Material hervorzubringen. In letzter Zeit habe ich mir allerdings den Samstagnachmittag reserviert, um Kurzgeschichten für Literaturwettbewerbe zu verfassen. Der Erfolg ist so durchschlagend, dass ich mich vor Preisgeldern, Reisen durch Deutschland und Veröffentlichungen kaum retten kann.
Nachfolgend findet sich ein exemplarischer Beitrag für einen Wettbewerb in München, bei dem ich leider keinen der vorderen Plätze belegt richtig abgeräumt habe und mich mit Blick auf Schreiberlinge, die es nötiger hatten, gegen eine Annahme des Hauptpreises in Höhe von 10.000 entschieden habe. Geld macht eben nicht glücklich, gönnerhaftes Verhalten hingegen schon.
AF - das wahrscheinlich erste Blog, bei dem der Autor mehr Zeit mit dem Beantworten der zahllosen Leser-Kommentare verbringt als mit dem Aus-dem-Ärmel-Schütteln der Artikel selbst. ;-)
@ TRS
So ist es! Ich zitiere einen berühmten Basketballer: “It’s all about the fans.” ;)
Man weiß nicht genau wieso, aber man liest weiter. Fein.
@ Blue
Danke! Wahrscheinlich liegt es an den Schlüsselreizen für’s Unterbewusstsein, die ich überall in dem Text verborgen habe…